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Familienfreundliche Gemeinde: So machen Sie Ihre Kommune fit für Familien!

6. März 2017Von Susanne Prosser
familienfreundliche Gemeinde
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Das Audit familienfreundliche Gemeinde hilft kommunen dabei, durch konkrete Maßnahmen für Familien attraktiv zu werden. 96 Gemeinden wurden demgemäß vom Bundesministerium für Familie und Jugend bereits als “familienfreundliche Gemeinde” ausgezeichnet. Wir haben mit Laura Hartig-Girardoni, Bereichsleiterin des Audits familienfreundliche Gemeinde bei der Familie & Beruf Management GmbH, gesprochen, was jede Gemeinde tun kann, um für Familien attraktiv zu sein.

 

Wie relevant ist das Thema Familienfreundlichkeit für Städte und Gemeinden?

Hartig-Girardoni: Ansiedlung statt Abwanderung. Familienfreundliche Maßnahmen tragen dazu bei, dass sich Familien mit Kindern in der Gemeinde oder Stadt ansiedeln und bleiben. Die Attraktivität der Gemeinde als Wirtschaftsstandort steigt dadurch. Das wirkt sich dementsprechend auf die Ansiedelung von Betrieben positiv aus. Familienfreundlichkeit ist längst nicht mehr nur eine Frage von sozialem Engagement. Sondern sie gilt europaweit als eines der wichtigsten gesellschaftspolitischen Themen. Gerade im ländlichen Bereich ist es oft schwierig, einzelnen Entwicklungen wie beispielsweise regionaler Abwanderung, dem zunehmenden Fachkräftemangel etc. entgegenzuwirken.

Was bringt es für Gemeinden, in familienfreundliche Maßnahmen zu investieren?

Hartig-Girardoni: Gemeinden, die sich dem Thema Familienfreundlichkeit nachhaltig widmen, können entscheidende Vorteile im Standortwettbewerb erzielen. Und sie können den Zuzug als auch das Verbleiben von Familien mit Kindern positiv unterstützen. Ein familienfreundliches Engagement der Gemeinde stärkt die Identifikation der BürgerInnen mit der Gemeinde. Die Lebensqualität für alle Generationen steigt. Kriterien wie beispielsweise ein lebenswertes, familienfreundliches Wohnumfeld, Kinder- und Seniorenbetreuung und weitere familienfreundliche Maßnahmen bilden außerdem wichtige Faktoren für Betriebsansiedlungen. Denn die Vereinbarkeit von Familie und Beruf liegt bei aktuellen Rankings auf Platz zwei für die wichtigsten Kriterien bei der Jobauswahl. Familienfreundlichkeit ist somit von entscheidender Bedeutung für den Wirtschafts-, Lebens- und Zukunftsstandort Österreich.

Wie hoch ist das Interesse der Gemeinden, sich in diesem Bereich beraten zu lassen?

Hartig-Girardoni: Aktuell nehmen bereits über 400 Gemeinden österreichweit am Audit familienfreundliche Gemeinde teil. Das sind 19 Prozent aller österreichischen Gemeinden. Dadurch profitieren bereits über 2,3 Millionen Bürgerinnen und Bürger. D.h. mehr als ein Viertel der österreichischen Bevölkerung profitieren von den familienfreundlichen Maßnahmen.

Sehen Sie regionale Unterschiede im Engagement für Familien quer durch Österreich?

Hartig-Girardoni: Selbstverständlich gibt es in einem Land wie Österreich, das so viele und so vielschichtige Regionen umfasst, Unterschiede bei den Gemeinden. Im Audit familienfreundliche Gemeinde gehen wir daher auf jede einzelne Gemeinde ein. Die Maßnahmen werden individuell zugeschnitten und gemeinsam erarbeitet.

In welcher Art von Gemeinden ist die Nachfrage am größten?

Hartig-Girardoni: Von ganz kleinen ländlichen über Zuzugsgemeinden bis hin zu größeren Stadtgemeinden und zwei Landeshauptstädten ist jede Art von Gemeinde im Audit vertreten. Jeder hat schließlich unterschiedliche Beweggründe, sich dem Thema zu widmen. Allen gemeinsam ist, dass es ganz viele und verschiedene Herausforderungen zu bewältigen gilt.

Welche Maßnahmen erarbeiten die Arbeitsgruppen konkret?

Hartig-Girardoni: Es geht um maßgeschneiderte Aktivitäten und Angebote für die Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen, Singles und älteren Menschen. Aber es geht auch um Generationen übergreifende Projekte. Wir setzen je nach Bedarf Schwerpunkte. Darauf basierend entwickeln wir verschiedene Angebote, für die es Bedarf gibt. Beispielsweise Schwangerschaftsturnen, Kinderbetreuungseinrichtungen, Mutter-Kind Zentren oder Elternhaltestellen an Schulen. Wir etablieren Ferialjobbörsen für Jugendliche, planen Jugendtreffpunkte, Stammtische für pflegende Angehörige, Freiwilligenbörsen und Kursangebote für SeniorenInnen. Der Auditprozess ist schließlich sehr flexibel. Jeder ist anders!

Wie läuft ein Auditierungsprozess ab?

Hartig-Girardoni: Das Audit familienfreundliche Gemeinde erfasst zu Beginn den IST-Zustand des familienfreundlichen Angebots in der Gemeinde. Dieses wird durch gezielte Fragestellungen überprüft und analysiert. Wir sehen uns an, ob das Angebot für Familien, Kinder und SeniorInnen in seinen Ausrichtungen und Prioritäten noch stimmig ist. Ob das Angebot überhaupt bekannt ist, ob es in bestimmten Lebensphasen Über- oder Unterversorgung gibt. Und ob die Angebote dem örtlichen Bedarf entsprechen. Andererseits berücksichtigen wir demografische, wirtschaftliche und gesellschaftspolitischen Entwicklungen sowie soziale Trends. So erkennen wir Optimierungspotenziale und können  Strukturen verbessern. Danach ermitteln wir in Workshops und aktiver Bürgerbeteiligung systematisch bedarfsgerechte und nachhaltige Maßnahmen zu einer familienfreundlichen Gesamtstrategie. Die Ziele müssen dann innerhalb von drei Jahren umgesetzt werden. Nach positiver Begutachtung wird dann die Gemeinde vom Bundesministerium für Familien und Jugend mit dem staatlichen Gütezeichen ausgezeichnet.

familienfreundliche Gemeinden

Laura Hartig-Girardoni: Expertin für familienfreundliche Gemeinden. Fotos (2): beigestellt.

Welche Stellen werden in diesen Gesamtprozess mit einbezogen?

Hartig-Girardoni: Alle Generationen und Fraktionen.

Was kostet die Beratung?

Hartig-Girardoni: Die Familie & Beruf Management GmbH stellt jeder Gemeinde kostenlose Prozessbegleitung in einem Umfang zur Verfügung, der es ermöglicht, den Prozess durch professionelle Begleitung gut durchzuführen. Zusätzlich gibt es Unterstützungsleistungen zu den Gutachterkosten. Die Unterstützungsleistungen erfolgen aber immer unter Maßgabe der zur Verfügung stehenden Mittel.

Hier stellen wir Ihnen 5 Best Practice-Beispiele für familienfreundliche Gemeinden vor.

 

Beispiele für familienfreundliche Maßnahmen in Gemeinden:

  • Babysitterbörse
  • Kinderbetreuungseinrichtungen
  • Öffentliche Spielplätze
  • günstige alkoholfreie Getränke für Jugendliche bei öffentlichen Veranstaltungen
  • Pflegebettenverleih
  • leistbares Wohnen
  • Wickeltische in öffentlichen Gebäuden
  • “Familienwegweiser”
  • Lehrlingsförderung
  • Familienfreundliche Betriebe
  • Einkaufsservice
  • Schulstartpaket
  • Mobilität 60+ und Jugendliche
  • Geburtsvorbereitungskurse
  • Ganztagesschulen
  • Suchtprophylaxe für Jugendliche
  • Frauen- und Mütterfrühstück
  • Eltern-Kindzentren
  • Neuansiedelung Ärzte
  • Selbstverteidigungskurse für Mädchen
  • Familienforen und Vernetzung
  • Elternberatung
  • Jugendtreffs und Freizeitangebote
  • Familienstammtische
  • Integration und Deutschkurse
  • Talenteförderung Sport
  • Leihomabörse
  • Musikschule
  • Betreubares Wohnen
  • Jugendtheatergruppen
  • Tanz- und Hiphopkurse für Kinder und Jugendliche
  • Ausbau des Ehrenamtes
  • uvm.

Weitere Informationen:

Staatliches Gütezeichen familienfreundliche Gemeinde – 96 Gemeinden wurden ausgezeichnet

In verschiedenen Bundesländern werden außerdem Auditseminare abgehalten. Die nächsten Termine gibt es am 20.3. in Oberösterreich. Weitere Informationen und Termine finden Sie hier. 

Fazit familienfreundliche Gemeinde:

Kleine und große Gemeinden kommen nicht darum herum, den Bedürfnissen von Familien gerecht zu werden. Im Fokus stehen Kinder und Jugendliche ebenso wie berufstätige Eltern und SeniorInnen. Im Audit familienfreundliche Gemeinde werden Kommunen in einem Beratungsprozess professionell dabei begleitet, für sie sinnvolle Maßnahmen umzusetzen, die den Familien zugute kommen. Diese Aktivitäten sollen folglich den Zuzug fördern, die Abwanderung reduzieren und die Anzahl der Betriebsansiedelungen nach oben bringen.

Welche Gemeinden als besonders familienfreundlich ausgezeichnet wurden, lesen Sie in unserem nächsten Beitrag am 09. März….

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Susanne Prosser

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