Denkwerkstadt 2025: Städte brauchen Kooperation, nicht Kontrolle

04.11.2025

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Zentrale Themen der Denkwerkstadt 2025 des Dachverband Stadtmarketing Austria im Bregenzerwald: Zukunft entsteht durch Beziehung, nicht durch Verwaltung. Und wie Stadtgestaltung in diesen unsicheren Zeiten gelingen kann.

 

Städte müssen wieder Orte werden, an denen Menschen sich begegnen, zuhören und gemeinsam handeln können. Das war die zentrale Botschaft der heurigen Denkwerkstadt 2025 des Dachverband Stadtmarketing Austria, die Mitte Oktober rund 30 Stadtmarketing-Verantwortliche aus ganz Österreich im Bregenzerwald versammelte.

Unter dem Motto „Getting Things Done – Zuversicht als Gestaltungskraft“ rückte die Tagung eine Frage ins Zentrum, die zunehmend an Bedeutung gewinnt: Wie können Stadtgestalter:innen in Zeiten von Unsicherheit Orientierung und Zusammenhalt stiften?

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Wissenschaftsjournalist Ulrich Schnabel (li.) und die Philosophin Natalie Knapp lieferten die Impulse für die diesjährige Denkwerkstadt (c) Stama Aut

Wandel entsteht durchs Tun

Die Philosophin Natalie Knapp und der Wissenschaftsjournalist Ulrich Schnabel (DIE ZEIT) lieferten dazu markante Denkanstöße: Knapp machte deutlich, dass Unsicherheit kein Störfall, sondern Voraussetzung für Entwicklung ist. Schnabel zeigte, dass Zuversicht kein Gefühl, sondern eine Haltung ist, die Menschen gerade dann handlungsfähig hält, wenn die Gewissheiten fehlen.

Ihr gemeinsames Fazit: Zukunft entsteht nicht durch Kontrolle, sondern durch Beziehung. Städte, die Resonanz und Dialog ermöglichen, werden widerstandsfähiger. Sowohl sozial als auch kulturell.

Die Exkursionen der Denkwerkstadt führten diesen Gedanken in die Praxis:
Im Frauenmuseum Hittisau, in der Werkstatt des Tischlers Markus Faißt und im Gespräch mit Mellaus Bürgermeister Tobias Bischofberger wurde spürbar, wie gelebte Kooperation und Verantwortung das Gemeinsame stärken. Wandel gelingt dort, wo Menschen zusammen etwas umsetzen, statt auf Vorgaben von oben zu warten.

Frauenmusuem Hittisau (c) Stadtmarketing Austria
Kooperation ermöglicht Resonanzräume: Die Denkwerkstadt-TeilnehmerInnen erfuhren unter anderem im Frauenmuseum Hittisau, wie im Bregenzerwald „getting things done“ gelebt wird. (c) Stadtmarketing Austria

Drei zentrale Erkenntnisse der Denkwerkstadt 2025

  • Unsicherheit produktiv nutzen. Übergänge zulassen, statt Stabilität zu simulieren.
  • Zuversicht zur Haltung machen. Handlungsfähigkeit entsteht im Tun, nicht im Grübeln.
  • Gemeinschaft stiften. Wirkung im Stadtmarketing entsteht über Beziehung, nicht über Maßnahmen allein.

 

„Die Denkwerkstadt hat wieder gezeigt, wie wertvoll fundierter Input und gemeinsames Weiterdenken für unsere Arbeit sind. Stadtmarketing ist heute ein zentraler Akteur, wenn es darum geht, Gemeinschaften zu stiften und zu stärken. Aber nicht nur als Zusatzaufgabe, sondern als Kern seiner gesellschaftlichen Relevanz“, betont Michael Gsaller, Präsident des Dachverband Stadtmarketing Austria.

 

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